Mai 20 2009
Google berechnet Kündigungswahrscheinlichkeit der eigenen Mitarbeiter
Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise dürfen Unternehmen den eigenen Mitarbeiterstand und das gesammlte Know How im eigenen Unternehmen nicht aus den Augen verlieren. Denn auch wenn die Zahl der zu besetztenden Stellen weiter sinkt, werden absolute Fachkräfte mit spezifischen Know How weiterhin gebraucht.
Auch bei Google, dem Milliardenunternehmen aus Mountain View Kalifornien, setzt sich diese Erkenntnis weiter durch – vielleicht auch aufgrund der Verluste von wichtigen Mitarbeitern. So haben Google in den letzten Wochen u.a. die Talente Tim Armstrong (Werbechef) und David Rosenblatt (Display-Ad-Chef) verlassen.
Um diesem Brain Drain auf ganz unnachahmliche Google-Art zu begegnen, wurde für die Wahrscheinlichkeit von Mitarbeiterfluktuationen ein mathematischer Algorithmus entwickelt, der dabei helfen soll unzufriedene Mitarbeiter schon dann zu identifizieren, wenn dieser Zustand sich noch nicht in den Köpfen manifestiert hat.
Von früheren Google-Mitarbeitern wird der Talenteschwund unter anderem auch mit dem Wachstum der Firma begründet, wodurch ehemals wichtige Arbeitnehmer nach und nach an Einfluss verlören. Gerade das Gefühl von Unterforderung könne daher die Wechselbereitschaft signifikant erhöhen.
Wie genau sich dieser neue Algorithmus zusammensetzt, wird von Google – wie auch bei den Suchalgorithmen – nicht verraten. Außerdem befände sich die Rechentechnik noch in der Testphase und müsse weiter verbessert werden. Allerdings konnten wohl bereits einige vielversprechende Ergebnisse erzielt werden. Als Grundlage für Berechnungen werden Informationen aus Mitarbeiterbeurteilungen zu Beförderung und Gehaltsentwicklung herangezogen.
via: SPON
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